Hammenstedt in alten Ansichten

Im Rahmen der Erstellung der Chronik des Dorfes Hammenstedt bemühe ich mich seit Jahren um alte Ansichtskarten aus Hammenstedt. Inzwischen ist eine kleine Sammlung entstanden. Die Karten werde ich an dieser Stelle nach und nach veröffentlichen. Hier meine letzte Erwerbung.

Die älteste Ansichtskarte meiner Sammlung wurde am 25.7.1899 versandt und war an Fräulein J. Schrader in Waake bei Göttingen adressiert. Nachstehend die Vor- und Rückseite der Karte.

Sie zeigt das Gasthaus zur Linde Anfang der 1950 Jahre. Damaliger Pächter war die Familie Hertel, die auch ein Fleischereigeschäft  betrieben hat.

 

 

Die zwei nachfolgenden um 1900 entstandenen Aufnahmen wurden von Dr.  Rumann zur Verfügung gestellt.

Die erste Aufnahme zeigt eine Reisegesellschaft mit dem Rechtsanwalt Cuno Rumann aus Einbeck auf dem Wege nach Katlenburg. Man reiste mit einer Kutsche und machte im Gaushaus“Zum braunen Hirsch“ Rast.  Vor dem Gasthaus ist eine Vorrichtung zum Anbinden der Pferde zu sehen.

Dieses Foto zeigt die  Situation des Platzes vor der alten Molkerei um 1900. Das Haus rechts im Bild ist kurze Zeit später abgebrannt und wurde nicht wieder aufgebaut. In dem Bereich wurde später das Molkereigebäude errichtet.

Diese Karte, die eine Totalansicht des Dorfes und das Gasthaus „Zum braunen Hirsch“ zeigt, wurde im Jahre 1904 versandt.

Die im Jahre 1911 versandte Karte zeigt oben das im Jahre 1904 errichtete Gasthaus „Zur Linde“ und unten den im Jahre 1907 eröffnete Bahnhof Hammenstedt.

Das Gasthaus „Zur Linde“ befand sich zuvor im Hause „In der Linde Nr. 6 “ und ist auf der nachfolgende Karte zu sehen. Es führte s. Zt. die Bezeichnung „Gastwirtschaft August Keune“. Ende Oktober 1903 fielen Scheune und Nebengebäude dieses Hauses einem Brand zum Opfer. Das war wohl der Anlass, direkt an der Bundesstraße ein neues Gebäude zu errichten.

im Jahre 1912 versandte Ansichtkarte zeigt links das Gasthasu „Zun Braunen Hirsch “ und rechts einen Blick auf die Kirche aus Richtung Butterteich

Der heutige Blick aus Richtung Butterteich

Das Foto zeigt die sogen.“ Büschekomission“ des Northeimer Schützenfestes von 1912 vor dem Gasthasu „Zur Linde“ in Hammenstedt. Das Gremium war für die Beschaffung des Grünschmuckes für die Stadt Northeim aus Anlass des Schützenfestes zuständig. Es gehörte früher zur Tradition des Northeimer Schützenfestes, dass beim sogen. Büschefahren in in Hammenstedt Station gemacht wurde.

Die nachfolgendevorstehende Ansichtskarte erinnert an die Anwesendheit von Kriegsgefangenen im 1. Weltkrieg in Hammenstedt. Der Absender der Karte schreibt folgendes: Hammenstedt, den 12.7.16 Geehrter Herr Lehrer u. Familie. Seit dem 4.7. befinde ich mich hier auf Kommando. Ich habe 8 französische Gefangene, die sind bei 5 Landwirten untergebracht. Außerdem sind noch 21 Gefangene hier ohne Bewachung. Es ist hier doch besser als auf dem Kalischache, aber besser noch zu Hause. Es ist ein Dorf von 600 Einwohnern. Es wird viel Tabak und Zuckerrüben hier gebaut. Die besten Grüße H. Pfister

Gasthaus „Zur Linde“ um 1919 mit Rückseitze der Ansichtskarte